Interview mit Jörg Winterlich

Herr Winterlich, was war ihre Motivation zum „Immobilien Investment Training“?

Nachdem ich Mitte 2007 mein Engagement bei der FlowFact AG beendete, wollte ich mich ganz dem Thema eigene Immobilien widmen, jedoch nicht als "Glücksspiel", sondern mit professionellem Wissen. Obwohl ich die deutsche Immobilienbranche sehr gut kannte, fand ich trotz intensiver Suche kein Seminar oder Training, das sich klar und fokussiert mit Immobilien-Investments für Privatleute und Unternehmer beschäftigte. Bestenfalls gab es Veranstaltungen für institutionelle Investoren. Ich suchte weiter und wurde schließlich in Canada und den USA fündig. Hier absolvierte ich mehrere Trainings bei Branchenspezialisten und privaten Investoren. Als ich zurückkam stand die Frage: Verwende ich das Wissen nur für mich selbst, oder sollte ich es besser mit Interessierten teilen? So entstand die Idee zum ersten und einzigen "Immobilien Investment Training" in Deutschland.

Was unterscheidet einen privaten Investor von einem Kapitalanleger?

Das lässt sich nicht nur in 1 – 2 Sätzen beschreiben, doch hier ein kurzer erster Abriss:

 

Die meisten Kapitalanleger sind vereinfacht gesagt "Glücksspieler". Sie bekommen etwas verkauft und meist ist die Immobilie nicht das wirkliche Anlageziel, sondern ein Neben-Benefit wie die Inflationssicherheit oder Steuerersparnis. Das Spiel heißt "hoffen auf Gewinne", die oftmals so nicht eintreten. Investoren dagegen kennen die Eigenheiten von Immobilien und Märkten – sie investieren gezielt und wissen Werte zu erkennen und zu heben. Sie kennen eine Vielzahl von Strategien, mehrere Geschäfts- und Finanzierungsmodelle – nicht nur ein oder zwei wie die meisten anderen. Insgesamt sind nur ein kleiner Teil aller Objektverkäufer und -käufer echte Investoren. Diese wissen jedoch, was sie wollen und sie brauchen echte Partner in der Immobilienwirtschaft. Wer sich spezieller informieren möchte, insb. auch zu Marktmodellen, Strategien und Investmentphilosophie, dem empfehle ich die Fachartikelserie "Investment vs. Kapitalanlage" oder andere Fachbeiträge zu lesen.

Wie viele Makler, Immobilienverwalter und Gutachter besitzen denn eigene Immobilien-Investments?

Sie werden sich wundern: Die wenigsten haben eigene Immobilien-Investments! Sie verfügen zwar über ein gutes Fachwissen und langjährige Erfahrungen im jeweiligen Bereich, doch selbst investieren ist eine völlig andere Ebene! Bei einem Vortrag in Köln, bereits vor ausgewähltem Fachpublikum der Immobilienwirtschaft, stellte ich die Frage: "Wie viele von Ihnen besitzen eigene Immobilien-Investments?" Das Resultat waren nur ca. 25% der Anwesenden! Unter allen Geschäftsführern und Firmeninhabern der klassischen Immobilienwirtschaft finden Sie nur ca. 10% mit eigenen Investments. Bitte beachten Sie: Die selbstgenutzte Eigentumswohnung oder das eigene Einfamilienhaus ist niemals ein Investment!

Wie ist Ihr Verhältnis zu Maklern und Dienstleistern bei Investments?

Fachkundige Makler und Dienstleister sind unentbehrlich. Diese sollten jedoch verstehen, wie private Investoren ticken und in ihrem Sinne arbeiten. Ich zahle professionellen Maklern meine Provision und Honorare gern, denn sie sind Teil des Geschäftes! Private Investoren sind in der Regel Wiederholungstäter und an einer guten und nachhaltigen Zusammenarbeit interessiert. Schon allein deshalb lohnt es sich für diese Berufsgruppen, sich mit dem Thema näher zu beschäftigen.

Das erste Training gab es im November 2009. Mittlerweile ist 2010 Vergangenheit und weitere Trainings wurden durchgeführt. Ihre Bilanz?

Die Statements der Teilnehmer auf der Homepage bestätigen eine positive Resonanz. Das Spektrum reichte vom Immobilien-Neuling, der spezielle Vorbereitungsaufgaben bekam, bis zum gestandenen langjährigen Investor. Drei Tage intensive Arbeit, so manches Kopfzerbrechen und viele neue Erkenntnisse für alle haben sich sicher gelohnt. Von Praxisnähe zeugte, dass eine Reihe meiner eigenen Investments beispielhaft analysiert wurden. Ich habe nicht alles richtig gemacht – doch die meisten Investments waren gut und sehr profitabel. Und von den anderen kann man vor allem lernen.

Wie geht es in 2012 weiter? Gibt es weitere Trainings?

Ich investiere und beschäftige mich mit Immobilien. Das bleibt und wird auch in Zukunft an erster Stelle stehen. Wie Sie jedoch dem Trainingsplan 2012 entnehmen können, gibt es neben den bekannten und zumeist in der Vergangenheit ausverkauften Trainings "Professional 360°", "Professional Extended" und "Professional Money", die Themen "Zwangsversteigerung" und "Professional Practice".

 

Zur Vorbereitung aller Trainings gibt es jeweils verschiedene Vorab-Aufgaben. Jedem sollte bewusst sein, die Trainings sind kein Spaß und so nebenbei zu absolvieren. Wir arbeiten straff und konzentriert. Wichtig ist allein, dass mit neuem Wissen passende Ergebnisse in der Praxis erzielt werden. Zudem können sich die Investoren untereinander vernetzen.

Auf Ihrer Agenda stand erstmals "Professional Money"?

Dieses Training wurde im Juni in Dresden durchgeführt. Im Wesentlichen geht es bei diesem Training um “Geld”, seine Entstehung, die persönlichen Arbeitswerkzeuge wie eine Vermögensbilanz, Strategien bis zu dem Denken und Handeln erfolg*reicher Menschen. Dieses Seminar war ebenfalls ausgebucht. Schön war, viele bekannte Gesichter aus den vergangenen Trainings wiederzusehen.

Was sagen Sie zur Lage Ihrer Trainings?

Sie wissen, ich führe nur sehr wenige Trainings durch, da mir neben meinen eigenen Investments und persönlichen Freiheiten auch meine eigene Weiterbildung sehr am Herzen liegt. Dafür nehme ich persönlich sehr weite Wege in Kauf. Die Trainings liegen zentral. Und wem dieser Weg zu weit ist, der sollte sich die Frage stellen: "Wenn ich etwas ernsthaft will, können mich 600 km Anreise davon abhalten dies zu tun?" Oder lassen Sie es mich so formulieren: Sie können entweder Ergebnisse hervorbringen – oder Entschuldigungen! Ich bin für Ergebnisse!

Noch eine letzte provokante Frage: Gibt es für Sie eigentlich Konkurrenz?

Ich halte zunächst einmal nichts von dem Begriff "Konkurrenz". Wenn überhaupt, dann "Mitwettbewerb!" Natürlich war mir bewusst, dass es diesen geben wird und guter Wettbewerb ist immer willkommen. Doch einfach nur nachzuahmen und die gleichen Begriffe zu verwenden ist etwas anderes als selbst etwas in die Waagschale zu werfen! Hier muss man schon unterscheiden. Die Frage ist, welch fundiertes Wissen sie den Teilnehmern vermitteln, auf welche Erfahrungen sie zurückgreifen können. Hinter mir steht mittlerweile ein Stab von professionellen Akteuren: Im Marketing, in den einzelnen Fachthemen (Prof. Lehleiter zu Steuern, Michael Wiesendorf zur Zwangsversteigerung …), in der Recherche und letztendlich auch durch die Erfahrungen der über 1.000 Trainingsteilnehmer selbst. Ich habe in den vergangenen Jahren zudem selbst rund 100 Trainings im Bereich Business, Investment, Immobilien, MindSet etc. weltweit besucht und kann somit auf eine breite Wissensbasis, unterlegt durch eigene erfolgreiche Investments zurückgreifen.

 

Danke!


Das Interview führte Kathleen Parma.


Dresden, 11. November 2011

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