Wer in Immobilien investiert, sollte im eigenen Interesse auch Wert auf die korrekte Definition der verschiedenen Strategien legen. Denn die Begriffe Eigennutzung, klassische Kapitalanlage und Investment dürfen keinesfalls in einen Topf geworfen werden – wie es von Medien und sogar Banken leider gehandhabt wird. Die Unterschiede zwischen den drei Systemen sind weder klein noch unbedeutend, vielmehr handelt es sich um völlig konträre Welten mit eigenen Grundlagen, Regeln und Ergebnissen.

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Eine selbst genutzte Immobilie stellt kein Investment dar, schließlich generiert sie keine Geldeinnahmen. Stattdessen sind mit dem Eigenheim erhebliche finanzielle Verpflichtungen verbunden, da der Besitzer Ausgaben wie Versicherung, Grundsteuer oder Reparaturkosten kaum steuerlich geltend machen kann. Bei der Kaufentscheidung stehen für gewöhnlich die persönlichen Vorlieben im Vordergrund, während Marktentwicklungen, Standortanalysen und Kaufpreisfaktoren nicht berücksichtigt werden. Müssen Selbstnutzer ihre Immobilie eines Tages veräußern, machen sie aus diesem Grund regelmäßig hohe Verluste zwischen 20 und 40 Prozent. Die Eigennutzung braucht zudem häufig sämtliche finanzielle Reserven auf, sodass kaum Liquidität für ertragreiche Investments und einen unbeschwerten Ruhestand bleibt.

Der klassische Kapitalanleger möchte sein Geld sicher in Immobilien „unterbringen“, ohne dass es der Inflation zum Opfer fällt. Die damit verbundenen Risiken werden jedoch leicht übersehen, wenn der Immobilienerwerb aus dem Bauch heraus getätigt wird – verknüpft mit dem Vertrauen auf die Angaben der Finanzvertriebe. Ohne eigene Kenntnis von Risikoanalyse kann der Anleger die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie aber nicht überblicken und tätigt schnell überteuerte Käufe. Ein zusätzliches Problem ist der Umstand, dass die meisten Kapitalanleger nur geringe Möglichkeiten zur Aufwertung der Immobilie haben, gleichzeitig aber zu hohe Zinsen zahlen. In der Summe läuft es darauf hinaus, dass klassische Kapitalanleger mit Immobilien kein Geld verdienen und oftmals jedes Jahr zusätzliches Eigenkapital draufschlagen müssen.

Ein professioneller Immobilieninvestor ist sich hingegen bewusst, dass mit jedem Geschäft gewisse Risiken einhergehen, die vorab einer Analyse unterzogen werden müssen. Er verfügt über das nötige Know-how, um die relevanten Geldströme innerhalb des Investments zu kalkulieren. Seine Investment-Entscheidungen trifft er klar und zielgerichtet, rational statt emotional und dabei stets chancenorientiert: Wie stehen die Entwicklungsmöglichkeiten einer Immobilie? Wodurch können Mehreinnahmen generiert und der Wert der Immobilie nachhaltig gehoben werden? Im Gegensatz zum klassischen Kapitalanleger, der sein Geld lediglich parken und sichern möchte, hat der Immobilieninvestor die Absicht, mit seiner Investition Geld zu verdienen. Neben kleineren qualifizierten Privatinvestoren, die hauptberuflich anderweitig engagiert sind, können viele unternehmerisch organisierte Privatinvestoren von ihren Immobilien leben.

Foto: denisismagilov

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